Internet-Tour durch die Innenstadt jetzt online
Bremens neuer Auftritt im Internet hat Qualitäten eines Computerspiels: Virtuelle Räume können durchschritten werden, etwa das Rathaus, Karstadt oder das Café Knigge, Sehenswürdigkeiten herangezoomt und sogar ein paar Einkäufe erledigt werden. Per Mausklick bewegt sich der Besucher durch die virtuelle City, die an einem ganz normalen Tag abfotografiert worden ist. (…)
An zahlreichen Punkten haben die Fotografen der Firma ”Panolife” ihre 360-Grad-Kamera aufgebaut und detailgetreu Bilder der Stadt (…) eingefangen. (…) Aus den einzelnen Bildern hat Panolife- Geschäftsführer Milad Dana ein beinahe lückenloses Abbild der Innenstadt geschaffen, durch das der virtuelle Gast sich mit Maussteuerung bewegen kann. Das System ist mit reichlich Informationen über die Sehenswürdigkeiten hinterlegt, die sich an speziell gekennzeichneten Orten abrufen lassen. Außerdem können die ersten Geschäfte sogar betreten werden. Und dabei gibt es Spannendes zu entdecken. So können Neugierige einen Blick (…) auf den Dachboden des Rathauses werfen, der konstruiert ist wie ein kieloben liegendes Schiff.
”Wir wollten alles so realitätsnah wie möglich abbilden”, sagt Marcus Henke, Mitgründer der Panolife GmbH. Damit sollten emotionale Effekte ausgelöst werden, wie er es ausdrückt. Zwar werde auch der eine oder andere Bremer eine virtuelle Tour durch seine Stadt absolvieren, hauptsächlichen Nutzen des Systems sieht Henke jedoch im Tourismus. Wer Interesse an Bremen habe, könne sich auf eine Visite schon zu Hause vorbereiten, sich die Stadt ansehen und auch herausbekommen, wie man am schnellsten vom Flughafen in die Innenstadt kommt. Denn auch der Flughafen ist in das virtuelle System integriert.
Geplant ist, das virtuelle Abbild der Stadt weiter auszubauen, sagte Dana gestern. Er will es in die Stadtteile bringen, weitere Geschäfte für den möglichen online- Einkauf als Kunden gewinnen. Auch an eine virtuelle Stadtführung denken die Köpfe von ”Panolife” und ”Bremen online”. Doch bei aller modernen Technik, bei allen Gimmicks, Emotionen und Shopping- Möglichkeiten: ”Das System soll den Besuch der Stadt nicht ersetzen”, sagte Henke. ”Es soll aber Lust auf Bremen machen.” (Quelle: Weser Kurier)
